Teilnehmerin Lena fotografiert die Sozialstation Zetel. Später wird sie den POI in die GPS-Tour gegen Diskriminierung einbinden.

Map-the-Gap in Zetel

Mit Spiel und Spaß gegen Diskriminierung

Am Wochenende, 5. bis zum 7. Oktober, trafen sich Jugendliche aus Friesland im Jugentreff Steps in Zetel, um mit Map-the-Gap ein digitales und interaktives Spiel zu entwickeln. Dabei soll es um die regionale Diskriminierung von Minderheiten gehen. Die ersten Ergebnisse lassen sich sehen.

Diskriminierung.

Das Wort fällt heute öfter den je. Diskrimierung von Leuten mit anderer Hautfarbe, anderer sexuellen Orientierung oder anderen Religionen. Die Liste ließe sich problemlos weiterführen. Jeder hat schon mal davon gehört. Doch ist euch bewusst, wie nah dieses doch sehr fremd-erscheinende Wort an uns dran ist?

Darum sollte es in dem ersten Workshop von Map-the-Gap gehen. Unsere Missionen: Orte der Diskrimierung, aber auch Orte der Vielfalt und Demokratie, in Zetel zu finden und daraus eine spielerische Tour erstellen.

 

 

Aber wie genau sieht diese "spielerische Tour" aus?

Habt ihr schon einmal von der App "Action Bound" gehört? In dieser App nehmt ihr euer Smartphone, euer Tablet, oder was ihr sonst gerade zur Hand habt und erkundet mithilfe von GPS-Markern eine Stadt. Sobald ihr einen bestimmten Ort erreicht habt, beispielsweise ein Mahnmahl, müsst ihr dort eine Aufgabe lösen.

Wie kann diese Aufgabe aussehen? Ganz verschieden. Es könnte eine Quizfrage über Zetel oder den Ort sein. Oder auch eine Art Challange, beispielsweise ein Selfie vor eine Statur schießen.

Das Projekt "Map-the-Gap"

Map-the-Gap ist ein Projekt, welches seit 2017 diese Touren, auch genannt "Bounds", nutzt, um spielerisch auf regionale Vielfalt und Probleme hinzuweisen.

Seit Februar 2017 sind so schon 15 Bounds in verschiedensten Städten und Gemeinden enstanden. In der Nähe von Friesland gibt es eine Tour durch Aurich und Oldenburg, die ihr ausprobieren könnt. Ladet euch einfach die App "Map-the-Gap" aus dem App-/Playstore und probiert es aus. Oder wartet ein paar Wochen, bis ihr mit dem Zetel-Bound durchstarten könnt.

Der erste Workshop

GMF steht für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, also die Ausgrenzung ganzer Gruppen aufgrund eines bestimmten Merkmals.
GMF steht für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, also die Ausgrenzung ganzer Gruppen aufgrund eines bestimmten Merkmals.

Was haben wir also konkret am Wochenende gemacht?

Der Freitag diente uns hauptsächtlich als Einführung in das Thema. Was ist eigentlich Diskriminierung? Viele könnten diese Frage leicht für sich beantworten, aber wisst ihr auch, was GMF ist?

GMF steht für Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Am Freitag lernten wir, welche Arten von Ausgrenzung für GMF relevant sind. 

Der erste Entwurf unserer Tour: Orte der Diskriminierung und der Vielfalt in Zetel.
Der erste Entwurf unserer Tour: Orte der Diskriminierung und der Vielfalt in Zetel.

Interessant hierbei war auch die Frage, ob man über Sachen wie Sexismus gegen Männer oder Rassismus gegen Personen mit heller Hautfarbe reden kann.

 

Am Samstag ging es dann auch schon auf die Straße. Wir erkundeten Zetel und suchten Orte, die für Zusammenhalt oder Diskrepanz stehen könnten. Auf unserer Route lagen nicht nur offensichtliche Plätze wie der Friedensgarten, sondern auch Orte der Begegnung, wie das Esch-Stadion oder der Supermarkt.

 

Am Sonntag begannen wir damit, uns Fragn und Aufgaben für die unterschiedlichen Orte zu überlegen. Schließlich fingen wir damit an, den Bound zu erstellen.

 

Nebenbei gab es auch immer theoretische Beiträge. Wie plane ich ein Interview? Wie recherchiere ich richtig? Wie kann man gegen Diskriminierung vorgehen?

Lust auf mehr? Komm dazu!

Du dachtest, das wäre ein einmahliges Event? Da liegst du falsch!

Wenn du Lust hast, mizumachen, komm vom 26. bis 28. Oktober zum Jugendtreff Steps in Zetel. Wir freuen uns auf dich! Geplant ist es, die Tour fertigzustellen und zu testen. Zudem laden wir Bernd Hoinke, den Ersten Gemeinderat der Gemeinde Zetel, ein, um mit ihm über unsere Forderungen zu diskutieren. Keine Sorge, am Freitag führen wir erneut in unser Thema ein, sodass jeder auf demselben Stand ist.

Und, neugierig?

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