Mit einer Gedenktafel will das Kreisjugendparlament der 1934 aus Heidmühle vertriebenen Familie Solmitz ein Gesicht zurückgeben.

Together Kampagne

Gedenktafel für Familie Solmitz in Schortens aufgestellt

Wir schreiben den 8. Mai 2018. Es ist nicht nur der Tag der Befreiung, sondern auch der Tag, an dem die Together Kampagne von Yulian Ide und Jannes Wiesner in Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament Friesland die Gedenktafel zur Erinnerung an die jüdische Familie Solmitz in Schortens offiziell enthüllt.

 

Ungefähr 40 Leute sitzen gemütlich im Garten des Bistros "City Pizza", doch nicht um was zu essen, sondern um der Familie Solmitz an ihrem ehemaligen Haus zu gedenken. Nadine Schulze vom Jugendparlament macht mit einer Einführung ins Thema den Anfang. Zu Besuch ist auch Landrat Sven Ambrosy. Er berichtet von der Familie Somitz und dem Nationalsozialismus. Anne Bödecker als stellv. Bürgermeisterin der Stadt Schortens spricht über die Umgebung und die vergangene Together-Veranstaltung am 27. Januar.

Es war Yulian Ide, dem während seiner Masterarbeit über das Thema Heimliteratur in Schortens vor zwei Jahren bewusst wurde, dass die Stadt eine Gedenktafel braucht. Es sei ihm wichtig, dass man der Familie Solmitz gedenke, sagt der Initiator. Als es nun soweit ist, warnt Jannes Wiesner als letzter Redner anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel vor Antisimitismus. Die Echo-Auszeichnung, bei der ausgerechnet, das wegen seiner antisemitischen Äußerungen umstrittene Rapperduo Kollegah und Farid Bang, einen Echo erhalten hatte, sei der Beweis, "dass dieses dunkle Kapitel noch nicht zuende ist, sondern dass wir noch vieles aufarbeiten müssen". Und dennoch, mit der Gedenktafel geht Schortens "einen großen Schritt in die richtige Richtung", sind sich die Initiatoren einig.

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