Die Veranstalter vom Kreisjugendparlament, sowie Yulian Ide und Jannes Wiesner freuten sich über mehr als 100 Zuschauer.

Kreisjugendparlament Friesland

Gib Hass und Ausgrenzung keine Chance

Jugendliche werben bei Gedenkveranstaltung gegen den Holocaust im Schortenser Bürgerhaus für Toleranz.

Das Gefühl von anderen abgelehnt zu werden, nicht akzeptiert zu sein von der Gesellschaft, enteignet und ausgegrenzt, weil man kein Schortenser ist, obwohl man aussieht wie jeder andere – das haben das Kreisjugendparlament, Yulian Ide und Jannes Wiesner am vergangenen Sonnabend, 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust mit einer ganz eigenen Gedenkveranstaltung im Bürgerhaus Schortens vermittelt.

Schon beim Betreten des Saales bekamen die Besucher einen neuen Pass ausgehändigt, der sie als Schortenser Bürger ausweisen sollte. Jeder bekam einen neuen Namen und einen neuen Beruf. Es wurde so verteilt, dass Jugendliche an den vorderen Tischen saßen und die älteren Personen im hinteren Teil des Raumes. Der Vorsitzende des Kreisjugendparlaments, Mustafa Fakhro, leitete als „Bürgermeister“ die Versammlung. Die Familie Weide, eine Gruppe Jugendlicher an einem der Tische, wurde ausgegrenzt, da sie nicht nachweisen konnte dass sie „reine“ Schortenser waren. Beispielsweise nahmen Teilnehmer mit dem Beruf Ordner der Familie die Stühle weg. Aufräumhelfer zwangen sie das Gebäck und die Getränke zur Seite zu stellen. Sie waren die einzigen im Raum die stehen und sich zur Wand drehen mussten. Keiner hat sich gewehrt,  keiner ist aufgestanden und hat gesagt „Stopp“. Das Rollenspiel wurde aufgelöst. Nach einer kurzen Musikpause hat die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) eine Rede über Diskriminierung gehalten, auch bezüglich der Flüchtlingskrise. Die Schlussrede von Jannes Wiesner (16) über Toleranz, wie abscheulich Ausgrenzung ist und mit Vorstellung des Antidiskriminierungsprojekts „Together“, war er das Highlight des Abends.

Die Veranstaltung war nur der Auftakt einer ganzen Antidiskriminierungskampagne „Together“. Ziel der Reihe ist es, dass man Hass und Ausgrenzung keine Chance gibt, sondern für Toleranz und Aufnahme in der Gesellschaft zusammenarbeitet.

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